WhatsApp Business mit mehreren Mitarbeitern nutzen: Was geht, was nicht
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WhatsApp Business mit mehreren Mitarbeitern nutzen: Was geht, was nicht

Bis zu 4 verknüpfte Geräte sind kostenlos drin, ein echtes Team braucht mehr. Was die WhatsApp Business App im Team kann, wo sie scheitert und wie mehrere Mitarbeiter eine Nummer sauber gemeinsam beantworten.

Deskwoot Team·11. Juni 2026·14 Min. Lesezeit

Ja, Sie können WhatsApp Business mit mehreren Mitarbeitern nutzen. Die kostenlose App erlaubt neben dem Haupt-Smartphone bis zu 4 verknüpfte Geräte, mit einem Meta-Verified-Abo sind es bis zu 10. Ab ungefähr 2 Personen im Support stoßen Sie damit trotzdem an eine Wand, denn die App kennt keine Zuweisung, keine internen Notizen und keinen Überblick, wer gerade was beantwortet. Die saubere Lösung für Teams ist die WhatsApp Business Platform (die frühere "API") mit einem gemeinsamen Posteingang. Dieser Artikel erklärt beide Wege ehrlich: was die App im Team wirklich kann, wo sie scheitert, welche Regeln Meta Ihnen auferlegt, was das Ganze kostet und wie Sie Ihre Nummer in wenigen Minuten teamfähig machen.

Kann man WhatsApp Business mit mehreren Mitarbeitern nutzen?

Es gibt 3 Wege, und sie unterscheiden sich deutlich in Aufwand und Alltagstauglichkeit:

  • Verknüpfte Geräte (kostenlos): Ihr Geschäftshandy bleibt das Hauptgerät, bis zu 4 weitere Geräte (Laptop-Browser, Desktop-App, ein zweites Handy) hängen sich an dieselbe Nummer. Jeder sieht alles, jeder antwortet als dieselbe Identität.
  • Meta Verified (Abo): Das kostenpflichtige Verified-Abo für die Business App hebt das Limit auf bis zu 10 Geräte an. Am Grundprinzip ändert sich nichts, es dürfen nur mehr Geräte mitlesen.
  • WhatsApp Business Platform (API): Die Nummer zieht von der App auf Metas Plattform um. Es gibt kein Geräte-Limit mehr, dafür braucht die Plattform eine Software, in der Ihr Team arbeitet, zum Beispiel einen gemeinsamen Posteingang wie Deskwoot. Erst hier bekommen Nachrichten einen Besitzer, einen Status und einen Verlauf pro Mitarbeiter.

Die ehrliche Kurzfassung: Für eine Einzelperson oder ein Duo, das sich ein Handy teilt, reicht die App. Sobald Kundenanfragen verteilt, vertreten und nachvollziehbar beantwortet werden müssen, ist die Plattform der einzige Weg, der nicht in Chaos endet. Der Rest dieses Artikels begründet das im Detail, damit Sie die Entscheidung nicht auf Basis von Marketingversprechen treffen müssen, sondern auf Basis der tatsächlichen Grenzen.

Auf wie vielen Geräten funktioniert WhatsApp Business gleichzeitig?

Die kostenlose WhatsApp Business App unterstützt 1 Smartphone als Hauptgerät plus bis zu 4 verknüpfte Geräte, insgesamt also 5. Das dokumentiert Meta selbst im WhatsApp Help Center. Mit Meta Verified steigt das Limit auf bis zu 10 Geräte. Das klingt nach einer Team-Lösung, ist aber eher ein größeres Pflaster: Alle Geräte teilen sich weiterhin ein einziges Konto mit einem einzigen Profil.

In der Praxis bedeutet "verknüpftes Gerät" nämlich: Ihr Kollege am Laptop schreibt unter exakt demselben Namen wie Sie. Es gibt keine Anzeige, wer von Ihnen beiden gerade tippt, keine Trennung nach Verantwortung und keine Möglichkeit, eine Anfrage jemandem zuzuordnen. Bei 2 Personen lässt sich das mit Zuruf regeln. Bei 4 Personen und 60 Chats am Tag nicht mehr.

Wichtig zu wissen: Eine Nummer kann nicht gleichzeitig in der Business App und auf der Business Platform laufen. Wer auf die Plattform wechselt, migriert die Nummer, und der bisherige Chat-Verlauf aus der App wandert dabei nicht automatisch mit. Planen Sie den Umzug also bewusst, idealerweise bevor das Team wächst und der Verlauf geschäftskritisch wird.

So verknüpfen Sie zusätzliche Geräte mit der App

Falls die App für Ihre Größe (noch) reicht, hier der schnelle Weg: Öffnen Sie WhatsApp Business auf dem Hauptgerät, tippen Sie auf das Menü und dann auf "Verknüpfte Geräte". Am Zweitgerät rufen Sie web.whatsapp.com auf oder installieren die Desktop-App, dann scannen Sie den angezeigten QR-Code mit dem Hauptgerät. Ab da laufen Chats auf beiden Geräten, auch wenn das Handy zwischendurch offline ist.

Drei Stolperfallen sollten Sie kennen. Erstens: Bleibt das Haupt-Smartphone rund 14 Tage offline, trennt WhatsApp die verknüpften Geräte automatisch, dann steht der Laptop im Büro plötzlich ohne Chats da. Zweitens: Push-Benachrichtigungen verhalten sich auf verknüpften Geräten anders als am Handy, gerade im Browser gehen neue Nachrichten gern unter, wenn der Tab nicht offen ist. Drittens: Jedes verknüpfte Gerät hat vollen Zugriff auf alle Chats. Es gibt keine Möglichkeit, einem Gerät nur einen Ausschnitt zu zeigen. Der Praktikant am Empfang liest dieselben Gespräche wie die Geschäftsführung.

Warum die WhatsApp Business App im Team schnell chaotisch wird

Die Geräte-Frage ist am Ende die kleinste. Die eigentlichen Probleme zeigen sich im Tagesgeschäft, und sie wiederholen sich in fast jedem Team, das den Weg über verknüpfte Geräte probiert hat.

Ein typisches Beispiel: Ein Online-Shop mit 3 Leuten im Kundenservice. Montagmorgen, 40 ungelesene Chats. Anna fängt oben an, Mehmet unten, Lisa springt dazwischen. Gegen 10 Uhr antwortet Mehmet einem Kunden, dem Anna um 9 Uhr schon geantwortet hat, nur anders. Der Kunde fragt irritiert nach, welche Auskunft denn nun gilt. Eine Reklamation bleibt komplett liegen, weil alle drei dachten, jemand anderes sei dran. Am Nachmittag will Lisa wissen, was mit dem Stammkunden Meier vereinbart wurde, aber die Absprache steckt in Annas Kopf und nicht im Chat. Nichts davon ist böser Wille. Es fehlt schlicht das Werkzeug.

Niemand weiß, wer antwortet. Die App kennt kein "zugewiesen an", kein "in Bearbeitung", kein "erledigt". Zwei Mitarbeiter öffnen denselben Chat, beide tippen, der Kunde bekommt 2 verschiedene Antworten auf dieselbe Frage. Oder jeder denkt, der andere übernimmt, und der Kunde bekommt gar keine.

Es gibt kein internes Gedächtnis. Sie können einem Kollegen keine Notiz an den Chat heften ("Kunde hat schon 2 Mal reklamiert, bitte kulant sein"). Alles Interne läuft über einen zweiten Kanal, meist eine parallele WhatsApp-Gruppe, in der Screenshots der Kundenchats hin- und hergeschickt werden. Spätestens hier leidet auch der Datenschutz.

Urlaub und Krankheit reißen Löcher. Hängt die Nummer am Handy einer bestimmten Person, ist sie im Urlaub dieser Person faktisch offline. Verknüpfte Geräte mildern das, aber der Verlauf, die offenen Fälle und das Wissen stecken weiter in einem Gerät statt in einem System, auf das das Team zugreifen kann.

Private Handys und Kundendaten vertragen sich schlecht. Sobald Mitarbeiter den Firmen-Chat auf dem Privatgerät verknüpfen, liegen Kundengespräche auf Hardware, die der Firma nicht gehört. Beim Ausscheiden eines Mitarbeiters bleibt das Gerät verknüpft, bis jemand daran denkt, es zu entfernen. Für ein DSGVO-sauberes Setup wollen Sie Kundendaten auf kontrollierten Systemen, mit Zugängen pro Person, die sich einzeln entziehen lassen.

Nichts ist messbar. Wie viele Anfragen kamen diese Woche? Wie schnell haben Sie geantwortet? Welche Themen häufen sich? Die App beantwortet keine dieser Fragen. Solange das Volumen klein ist, fällt das nicht auf. Wenn es wächst, fehlt genau dann die Grundlage für Entscheidungen: Brauchen wir eine vierte Person? Lohnt sich ein FAQ-Artikel zur häufigsten Frage? Sie raten statt zu wissen.

Was ist der Unterschied zwischen WhatsApp Business App und WhatsApp Business Platform?

Die App ist ein Endkundenprodukt: kostenlos, in 5 Minuten installiert, gedacht für Selbstständige und sehr kleine Betriebe. Profil, Katalog, Schnellantworten, Labels, alles direkt am Handy. Ihre Grenzen haben Sie oben gesehen.

Die Business Platform (vielen noch als "WhatsApp Business API" geläufig) ist kein Programm, das Sie installieren, sondern eine Schnittstelle von Meta. Sie hat bewusst keine eigene Oberfläche. Stattdessen verbinden Sie die Nummer mit einer Software, die darauf aufsetzt, und dort arbeitet Ihr Team. Das kann ein Helpdesk wie Deskwoot sein, in dem WhatsApp neben E-Mail und Live-Chat als ein Kanal von mehreren läuft.

Mit der Plattform ändern sich 3 Dinge grundlegend:

  • Identität pro Mitarbeiter: Jede Person hat einen eigenen Login. Antworten, Zuweisungen und interne Notizen hängen an Personen, nicht an Geräten. Scheidet jemand aus, deaktivieren Sie einen Zugang, statt ein Gerät einzusammeln.
  • Das 24-Stunden-Fenster: Schreibt ein Kunde, dürfen Sie 24 Stunden lang frei antworten. Danach (oder wenn Sie das Gespräch beginnen) sind nur von Meta freigegebene Nachrichtenvorlagen erlaubt. Für klassischen Support, bei dem Kunden zuerst schreiben, ist das Fenster in der Praxis fast immer offen.
  • Verifizierung: Die Nummer hängt an einem Meta-Business-Konto, und Ihr Anzeigename durchläuft eine Prüfung. Das wirkt erst wie Bürokratie, sorgt aber dafür, dass Ihr Unternehmensname verifiziert beim Kunden ankommt statt als beliebige Handynummer.

Vorlagen, 24-Stunden-Fenster, Opt-in: die Regeln, die Teams kennen müssen

Die Plattform bringt Spielregeln mit, die in der App so nicht existieren. Wer sie kennt, hat keine Probleme damit. Wer sie ignoriert, wundert sich über abgelehnte Nachrichten oder im schlimmsten Fall über eine eingeschränkte Nummer.

Das 24-Stunden-Fenster ist die wichtigste Regel: Jede eingehende Kundennachricht öffnet ein Fenster von 24 Stunden, in dem Sie frei und formlos antworten können, so wie in jedem normalen Chat. Antwortet der Kunde erneut, beginnt das Fenster von vorn. Für Support-Teams heißt das praktisch: Solange Sie binnen eines Tages reagieren (was Sie ohnehin wollen), arbeiten Sie dauerhaft im freien Modus.

Nachrichtenvorlagen brauchen Sie für alles außerhalb dieses Fensters, etwa wenn Sie ein Gespräch von sich aus beginnen oder sich nach 3 Tagen mit einer Lösung zurückmelden. Vorlagen werden vorab bei Meta eingereicht und nach Kategorien geprüft: Utility für transaktionale Inhalte wie Versandbestätigungen, Marketing für Werbliches, Authentication für Einmal-Codes. Die Prüfung dauert üblicherweise Minuten bis Stunden, nicht Wochen.

Opt-in ist Pflicht, wenn Sie den ersten Schritt machen. Meta verlangt, dass Kunden dem Empfang proaktiver Nachrichten zugestimmt haben, bevor Sie ihnen Vorlagen schicken. Für eingehenden Support ist das irrelevant (wer Ihnen schreibt, will eine Antwort), für Benachrichtigungen und erst recht für Marketing müssen Sie die Einwilligung sauber einholen und dokumentieren. Das ist keine Schikane, sondern der Grund, warum WhatsApp als Kanal funktioniert: Posteingänge ohne Spam.

Qualität wird gemessen. Meta bewertet, wie Empfänger auf Ihre Nachrichten reagieren. Blockieren und melden viele Nutzer Ihre Nummer, sinkt die Qualitätsbewertung und damit das Volumen, das Sie versenden dürfen. Ein Support-Team, das auf Anfragen antwortet, bewegt sich hier von Natur aus im grünen Bereich. Riskant wird es nur, wenn jemand die Nummer zusätzlich für aggressive Werbe-Broadcasts nutzt.

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Was kostet die WhatsApp Business API?

Hier hat sich zuletzt viel getan, und ältere Blogartikel führen in die Irre. Der Stand im Juni 2026:

Auf der Meta-Seite: Seit dem 1. Juli 2025 rechnet Meta pro zugestellter Vorlagen-Nachricht ab, nicht mehr pro Konversation. Service-Gespräche, also alles, was Kunden beginnen und Sie im 24-Stunden-Fenster frei beantworten, sind seit November 2024 komplett kostenlos und unbegrenzt. Kosten entstehen nur für Vorlagen: In Deutschland liegt eine Marketing-Vorlage bei gut 11 Cent, eine Utility-Vorlage bei knapp 5 Cent, innerhalb eines offenen Service-Fensters sind Utility-Vorlagen sogar frei. Wer WhatsApp also rein für Kundensupport nutzt und keine Werbe-Broadcasts verschickt, zahlt an Meta in der Regel: nichts.

Auf der Software-Seite: Dazu kommt der Anbieter, über den die Nummer läuft und in dem Ihr Team arbeitet. Die Preisspanne im Markt ist groß, von Lösungen mit Grundgebühr pro Nummer über Aufschläge pro Nachricht bis zu Paketen pro Nutzer. Rechnen Sie die Modelle auf Ihr echtes Volumen um, bevor Sie unterschreiben, und fragen Sie explizit nach zwei Dingen: Gibt es einen Aufschlag auf die Meta-Gebühren? Und kostet jeder zusätzliche Mitarbeiter extra? Gerade der zweite Punkt wird teuer, wenn das Team wächst.

Bei Deskwoot ist der WhatsApp-Kanal in jedem Plan enthalten, auch im kostenlosen: Der Free Plan umfasst 1 Posteingang Ihrer Wahl (zum Beispiel WhatsApp), 1 Agenten-Platz und 100 Konversationen pro Monat. Der Startup-Plan kostet $14 pro Monat im Jahrestarif ($18 monatlich) und hebt das auf unbegrenzte Agenten, unbegrenzte Posteingänge und 1.000 Konversationen pro Monat. Meta-Vorlagengebühren reichen wir ohne Aufschlag durch, und für reinen Support fallen sie wie beschrieben meist gar nicht an.

WhatsApp für ein Support-Team einrichten: Schritt für Schritt

So bringen Sie eine Nummer mit Deskwoot auf die Business Platform. Sie brauchen ein Meta-Business-Konto (das Popup legt auf Wunsch eines an) und eine Telefonnummer, die noch nicht in der WhatsApp-App aktiv ist oder die Sie bewusst migrieren:

  • 1. Konto anlegen: Registrieren Sie sich bei Deskwoot. Jeder neue Account startet mit 7 Tagen Enterprise-Testphase, ohne Kreditkarte.
  • 2. WhatsApp-Posteingang erstellen: Einstellungen, Posteingänge, "Neu", Kanal WhatsApp wählen.
  • 3. Embedded Signup durchlaufen: Es öffnet sich das offizielle Meta-Popup. Sie melden sich mit Facebook an, wählen Ihr WhatsApp-Business-Konto aus oder erstellen es, verbinden die Telefonnummer und bestätigen sie per SMS oder Anruf. Das Ganze dauert wenige Minuten, danach landet die Nummer automatisch als Posteingang in Deskwoot.
  • 4. Team einladen: Laden Sie Ihre Mitarbeiter per E-Mail ein. Jeder bekommt einen eigenen Zugang mit eigener Rolle, vom Admin bis zum Agenten.
  • 5. Zuweisung einstellen: Legen Sie fest, wie eingehende Chats verteilt werden: automatisch im Round-Robin-Verfahren, an eine feste Person oder manuell durch das Team.
  • 6. Optional ausbauen: Geschäftszeiten mit Abwesenheitsnachricht, Zufriedenheits-Umfragen nach gelösten Gesprächen und der KI-Bot Fynn, der Standardfragen direkt beantwortet und alles andere ans Team übergibt.

Kommt Ihre Nummer aus der Business App, planen Sie 2 zusätzliche Handgriffe ein: Exportieren oder sichern Sie vorher die wichtigen Chat-Verläufe (sie wandern nicht automatisch mit auf die Plattform) und halten Sie das Handy mit der SIM bereit, weil die Bestätigung per SMS oder Anruf auf genau dieser Nummer ankommt. Nach der Migration empfängt die App keine Nachrichten mehr, ab dann läuft alles im gemeinsamen Posteingang.

Ab dann arbeitet Ihr Team mit klaren Verhältnissen: Jeder Chat hat einen Verantwortlichen, interne Notizen bleiben intern, der komplette Verlauf liegt im System statt auf einem Handy, und WhatsApp steht gleichberechtigt neben E-Mail und Live-Chat. Die Server stehen dabei in der EU.

Was wird aus Schnellantworten, Labels und Abwesenheitsnachricht?

Eine berechtigte Sorge beim Umstieg: Die Business App bringt ein paar wirklich nützliche Funktionen mit. Die gute Nachricht ist, dass ein ordentlicher Team-Posteingang für fast alles ein erwachseneres Gegenstück hat.

  • Schnellantworten heißen in Deskwoot gespeicherte Antworten: Sie hinterlegen Textbausteine mit einem Kürzel und rufen sie beim Tippen mit einem Schrägstrich ab. Der Unterschied zur App: Die Bausteine gelten fürs ganze Team statt pro Gerät, neue Kollegen haben sie vom ersten Tag an.
  • Labels gibt es ebenfalls, nur hängen sie an der Konversation statt am Chat eines einzelnen Geräts. Damit lassen sich Anfragen nach Themen wie Reklamation, Versand oder Rechnung filtern und auswerten, und zwar von jedem im Team.
  • Begrüßung und Abwesenheitsnachricht kennt der Posteingang auch: eine automatische Begrüßung für neue Gespräche und außerhalb der hinterlegten Geschäftszeiten eine Abwesenheitsnotiz mit ehrlicher Erwartung, wann eine Antwort kommt.
  • Der Produktkatalog ist die eine Ausnahme: Er ist ein Feature der App und hat auf der Plattform kein direktes Pendant. Teams lösen das in der Praxis über Links zum eigenen Shop in der Antwort, was ohnehin besser konvertiert als der Katalog-Reiter.

Dazu kommen die Dinge, für die die App schlicht keine Entsprechung hat: Makros für wiederkehrende Arbeitsschritte, Berichte über Antwortzeiten und Volumen, und ein KI-Bot, der die immer gleichen Fragen zur Versanddauer beantwortet, bevor ein Mensch sie sieht. Es geht beim Umstieg also nicht darum, Komfort aufzugeben, sondern die Handgriffe aus der App in eine Form zu bringen, die mit dem Team mitwächst.

Häufige Fehler beim Umstieg (und wie Sie sie vermeiden)

Die Nummer steckt noch in der App. Der häufigste Stolperer: Das Embedded Signup kann die Nummer nicht verbinden, weil sie noch aktiv in der WhatsApp- oder WhatsApp-Business-App registriert ist. Lösung: Chats sichern, dann die Nummer in der App abmelden (Einstellungen, Konto, Nummer löschen betrifft nur die App-Registrierung, nicht Ihre SIM) und das Signup erneut starten.

Der Anzeigename wird abgelehnt. Meta prüft, ob der Name zur Firma passt. Reine Keyword-Namen ("Möbel günstig 24") oder Namen, die nicht zum Business-Konto passen, fallen durch. Nehmen Sie den echten Firmennamen, dann ist die Prüfung Formsache.

Marketing ohne Einwilligung. Wer die frisch verbundene Nummer direkt für einen Werbe-Broadcast an die Kundenkartei nutzt, riskiert Meldungen, eine sinkende Qualitätsbewertung und gedrosseltes Versandvolumen. Support zuerst, Marketing nur mit dokumentiertem Opt-in.

Alte verknüpfte Geräte vergessen. Falls Sie übergangsweise mit verknüpften Geräten gearbeitet haben: Entfernen Sie sie beim Umstieg aus der App, besonders die von Ex-Mitarbeitern. Sonst bleibt ein Privatgerät mit Kundenchats im Umlauf, das niemand mehr auf dem Schirm hat.

Den alten Verlauf verlieren. Wer erst nach der Migration merkt, dass die App-Historie gebraucht wird, steht ohne da. Exportieren Sie wichtige Verläufe vorher, zum Beispiel die offenen Reklamationen, und legen Sie sie dort ab, wo das Team sie findet.

Welche Alternativen gibt es?

Der Vollständigkeit halber, denn nicht jedes Setup braucht denselben Weg:

  • Bei der App bleiben: Legitim für Solo-Selbstständige und Teams, in denen eine einzige Person den Kanal verantwortet. Die 4 verknüpften Geräte decken Laptop und Zweitgerät ab, und es kostet nichts.
  • Twilio als Zwischenweg: Wer seine Nummern bereits bei Twilio verwaltet, kann WhatsApp darüber anbinden. Deskwoot unterstützt neben dem direkten Meta-Zugang auch diesen Weg, praktisch für Teams mit bestehender Twilio-Infrastruktur.
  • Reine WhatsApp-Marketing-Tools: Es gibt Anbieter, die sich auf Newsletter und Kampagnen über WhatsApp spezialisieren. Das ist ein anderes Werkzeug für einen anderen Job. Wenn Ihr Schwerpunkt Support ist, zahlen Sie dort für Funktionen, die Sie nicht brauchen, und Ihnen fehlen die, die Sie täglich nutzen würden: Zuweisung, Notizen, Berichte, weitere Kanäle.

Einen ausführlichen Leitfaden zum Kanal selbst, von Vorlagen bis zu Best Practices im Antworten, finden Sie in unserem Artikel WhatsApp Business für Kundensupport.

Fazit

WhatsApp Business mit mehreren Mitarbeitern ist kein Geräte-Problem, sondern ein Organisations-Problem. Die App löst die ersten 4 Geräte, aber nicht die Frage, wer welche Anfrage besitzt, was intern dazu besprochen wurde und wie viel überhaupt anfällt. Sobald mehr als 2 Menschen denselben Kanal beantworten, gehört die Nummer auf die Business Platform und in einen gemeinsamen Posteingang. Die Einrichtung ist 2026 keine Hürde mehr: Meta-Popup, Nummer bestätigen, Team einladen, fertig. Und die Kostenangst ist meist unbegründet, denn reiner Support kostet bei Meta nichts. Sie können das mit Deskwoot 7 Tage kostenlos und ohne Kreditkarte ausprobieren, der WhatsApp-Kanal ist sogar im Free Plan enthalten.

Häufig gestellte Fragen

Kurze Antworten zu den oben behandelten Themen.

Wie viele Mitarbeiter können WhatsApp Business gleichzeitig nutzen?

Mit der kostenlosen App: das Haupt-Smartphone plus bis zu 4 verknüpfte Geräte, mit Meta Verified bis zu 10. Alle teilen sich dabei ein Konto ohne Zuweisung. Über die WhatsApp Business Platform mit einem gemeinsamen Posteingang gibt es kein Limit, jeder Mitarbeiter arbeitet mit eigenem Login.

Kann ich WhatsApp Business auf 2 Handys gleichzeitig nutzen?

Ja. Das zweite Handy wird in der App unter Einstellungen, Verknüpfte Geräte, per QR-Code gekoppelt. Es zählt dann als eines der bis zu 4 verknüpften Geräte und schreibt unter derselben Identität wie das Hauptgerät.

Was kostet die WhatsApp Business API für Kundensupport?

Von Kunden begonnene Service-Gespräche sind bei Meta seit November 2024 kostenlos, abgerechnet werden seit Juli 2025 nur zugestellte Vorlagen-Nachrichten (in Deutschland gut 11 Cent für Marketing, knapp 5 Cent für Utility). Dazu kommt die Software, in der Ihr Team arbeitet: bei Deskwoot ist der WhatsApp-Kanal ab dem Free Plan enthalten, bezahlte Pläne starten bei $14 pro Monat im Jahrestarif.

Kann eine Nummer gleichzeitig in der App und über die API laufen?

Nein. Eine Telefonnummer läuft entweder in der WhatsApp Business App oder auf der Business Platform. Beim Wechsel wird die Nummer migriert, der bisherige App-Chatverlauf wandert dabei nicht automatisch mit.

Wie verteile ich eingehende WhatsApp-Anfragen automatisch im Team?

Über einen gemeinsamen Posteingang auf Basis der Business Platform. In Deskwoot wählen Sie pro Posteingang zwischen Round-Robin-Verteilung, Zuweisung an eine feste Person oder manueller Vergabe, zusätzlich kann der KI-Bot Fynn Standardfragen vorab beantworten.

Ist WhatsApp Business im Team DSGVO-konform nutzbar?

Mit der App auf privaten Geräten ist das heikel, weil Kundenchats auf unkontrollierter Hardware liegen. Sauberer ist die Business Platform mit einer Software, in der jeder Mitarbeiter einen eigenen, einzeln entziehbaren Zugang hat und die Daten auf EU-Servern liegen, wie bei Deskwoot.

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