LeitfädenVeröffentlicht am 24. Oktober 2026

KI in der Gastronomie: Was ein Chatbot bei Gästeanfragen heute übernimmt und wo er aufhören muss

Öffnungszeiten, vegane Gerichte, der Reservierungslink: Viele Gästefragen beantwortet eine KI heute aus deinen eigenen Inhalten. Bei Tischzusagen, Bestellungen, Allergieberatung und Angeboten für Feiern muss sie aufhören. Dazu ein Plan für einen Nachmittag, Regeln zum Kopieren und Musterantworten.

Deskwoot Team

15 Min. Lesezeit
Inhalt
  1. Was Gäste vor dem Besuch online suchen
  2. Was eine KI heute beantworten kann
  3. Wo die KI aufhören muss
  4. Einrichtung an einem Nachmittag
  5. Regeln für deinen Assistenten zum Kopieren
  6. Musterantworten für 5 typische Anfragen
  7. Sätze, die dein Assistent nie schreiben darf
  8. Was Deskwoot davon heute abdeckt
  9. Womit du heute anfangen kannst

Samstag, 19:40 Uhr, alle Tische voll, und auf dem Diensthandy fragen 3 Gäste: „Habt ihr morgen Mittag offen?“, „Ist die Linsenbolognese vegan?“, „Tisch für 6 um 20 Uhr, geht das noch?“ Bis du nach dem letzten Gast aufs Handy schaust, hat die Gruppe von 6 längst woanders reserviert.

Die ersten beiden Fragen kann eine KI heute aus deiner Website und deiner Speisekarte beantworten, während du servierst. Bei der dritten darf sie deinen Reservierungslink schicken oder die Anfrage aufnehmen, aber nie „ja“ sagen. Tut sie es trotzdem, stehen um 20 Uhr 6 Leute vor einem vollen Lokal.

Wer nach „KI in der Gastronomie“ sucht, liest viel über Telefon-KI, Dienstpläne und Warenwirtschaft. Viele Gästefragen kommen aber schriftlich, per WhatsApp, E-Mail und über den Chat auf der Website. Dafür brauchst du keine neue Kasse und keine Telefonanlage, nur einen Assistenten, der ausschließlich aus deinen Inhalten antwortet und an den richtigen Stellen an dich abgibt. Die Regeln dafür kannst du weiter unten fertig kopieren.

Was Gäste vor dem Besuch online suchen

Bevor ein neuer Gast zum ersten Mal kommt, hat er deine Karte oft schon gesehen. Laut einer Bitkom-Umfrage aus dem Frühjahr 2024 unter 1.005 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren schauen sich 53 Prozent vor dem Besuch eines neuen Restaurants oder Cafés in der Regel online die Speisekarte an, bei den 16- bis 29-Jährigen sind es 65 Prozent. 47 Prozent reservieren am liebsten direkt online. Wer dort nicht findet, was er sucht, schreibt. Die Fragen wiederholen sich, und oft steht die Antwort schon auf deiner Website.

Deine Karte gehört deshalb als Text online und dein Reservierungslink an eine Stelle, die man sofort findet. Das hilft den Gästen, die nie schreiben. Und es ist das Material, aus dem eine KI später antwortet.

Geschrieben wird trotzdem, und antworten muss jemand. Personal ist dafür teuer und knapp. In einer Mitgliederumfrage des Branchenverbands DEHOGA (Tageskarte, Februar 2026) waren die Personalkosten für 75,2 Prozent der teilnehmenden Betriebe eine Belastung, deutlich vor Bürokratie (67 Prozent) und Energiekosten (65,7 Prozent). Schon im Oktober 2021 war der Fachkräftemangel für 79,6 Prozent von 4.600 befragten Betrieben ein Problem, und 51,9 Prozent reagierten mit zusätzlichen Ruhetagen (DEHOGA-Umfrage, Oktober 2021), an denen trotzdem Nachrichten ankommen.

Was eine KI heute beantworten kann

Ein brauchbarer Assistent antwortet nur aus deinen Inhalten (Website, Speisekarte, Antworten, die du selbst schreibst) und sagt offen, wenn dort nichts steht. Die rechte Spalte ist deine Arbeitsliste für den Nachmittag weiter unten, denn dort hakt es oft.

GästefrageWas die KI dafür brauchtWas oft fehlt
Öffnungszeiten, Küchenschluss, RuhetageZeiten pro Tag auf der Website oder als eigene AntwortFeiertage und Betriebsurlaub
Vegan, vegetarisch, glutenfreiDie Speisekarte als PDF mit markierbarem Text, Allergene gekennzeichnetDie Textebene: Ein Scan der Karte ist nur ein Bild
Mittagstisch, WochenkarteDie Seite, auf der die aktuelle Karte stehtFür welche Woche sie gilt
Abholung, LieferungOb du beides anbietest und wie man bestellt (Link, Telefon)Bis wann du Bestellungen zum Abholen annimmst
Tisch reservierenDein Reservierungslink oder die Regel, welche Angaben sie aufnimmtAb welcher Gruppengröße du selbst entscheidest
Anfahrt, Parken, ZugangAdresse, Parkhaus, Bus und Bahn, Stufen am EingangOb Eingang und Toilette barrierefrei sind
Zahlung, GutscheineKarte, bar, Gutscheine und wo man sie kauftOb Gutscheine auch online zu haben sind
Hunde, KinderOb Hunde erlaubt sind, Hochstuhl, KinderkarteOb das auch für die Terrasse gilt

Auf WhatsApp und Telegram kommen viele Fragen als Sprachnachricht. Eine KI, die das Audio in Text umwandelt, beantwortet „Wir sind morgen zu fünft mit Kinderwagen, kommt man bei euch gut rein?“ genauso wie eine getippte Frage. Und ein Assistent, der in der Sprache des Gastes antwortet, hilft jedem Lokal mit Touristen: Die Familie aus Lyon fragt auf Französisch nach dem Hochstuhl und bekommt die Antwort auf Französisch, auch wenn deine Website nur auf Deutsch ist.

Wo die KI aufhören muss

An diesen 6 Stellen ist für die KI Schluss, egal wie gut sie formuliert.

Tischzusagen

Ohne Anbindung an dein Reservierungssystem weiß eine KI nicht, ob um 20 Uhr ein Tisch frei ist. Sie kann nur raten, und ein geratenes „Ja, passt“ merkst du erst, wenn die Gäste in der Tür stehen. Zu Tischen darf sie deshalb nur zwei Dinge tun: den Reservierungslink schicken, der die echten freien Zeiten zeigt, oder Datum, Uhrzeit, Personenzahl, Name und Telefonnummer aufnehmen und klar sagen, dass erst deine Bestätigung zählt.

Bestellungen

Eine Bestellung im Chat ist ohne Kasse, Bon und Bezahlung nur ein Versprechen, das am Pass niemand kennt. Der Assistent erklärt, wie man bei dir bestellt (Link, Telefon, vor Ort), und nimmt selbst nichts an.

Allergien

Das ist die heikelste Stelle. Ein falscher Satz zu Nüssen kostet hier mehr als einen Tisch. Die Allergeninformation bei offen abgegebenen Speisen ist in allen drei Ländern Pflicht des Betriebs, nur die Form unterscheidet sich:

  • Deutschland: Nach § 4 Abs. 3 LMIDV gibst du die Allergene schriftlich an, etwa auf der Karte, einem Schild oder einem Aushang. Mündlich geht es nach Abs. 4 nur auf Nachfrage durch dich oder hinreichend unterrichtetes Personal. Dazu brauchst du eine schriftliche oder elektronische Aufzeichnung, die Gäste auf Wunsch einsehen können, und einen deutlichen Hinweis am Gericht oder als Aushang, dass du mündlich informierst.
  • Österreich: Nach der Allergeninformationsverordnung (BGBl. II Nr. 175/2014) informierst du schriftlich oder mündlich. Für die mündliche Auskunft muss laut Wirtschaftskammer Österreich immer eine geschulte Person im Lokal sein, und nach § 4 der Verordnung müssen beide Wege auf einer schriftlichen Dokumentation beruhen.
  • Schweiz: Nach Art. 5 Abs. 1 Bst. d LIV ist eine mündliche Auskunft nur zulässig, wenn schriftlich gut sichtbar darauf hingewiesen wird. Außerdem müssen die Angaben dem Personal schriftlich vorliegen, oder eine fachkundige Person gibt sie direkt. Das Merkblatt Nr. 4 des Kantons Aargau (Stand September 2025) nennt als Beispiel den Koch.

Für die KI heißt das: Sie gibt wieder, was in deiner geprüften Karte steht, etwa „Laut unserer Karte ist das Risotto glutenfrei“. Ob ein Gericht für eine bestimmte Person sicher ist, beurteilt sie nie. Spuren sind ein eigenes Thema: Die Wirtschaftskammer Österreich schreibt, dass mögliche Spuren nicht unter die Informationspflicht fallen. Was deine Karte nicht nennt, kann auch die KI nicht wissen. Fragt ein Gast „Ist da garantiert nichts von Nüssen drin?“, kann nur deine Küche antworten. Und die KI ersetzt keine der Angaben, die du nach den Regeln oben ohnehin machen musst.

Gruppen und Feiern

Eine Anfrage für 25 Personen bringt viel Umsatz und geht schnell verloren, wenn sie zwischen E-Mail, WhatsApp und Kontaktformular liegen bleibt. Die KI kann sie sauber vorbereiten: Datum, Personenzahl, Anlass. Menü, Preis pro Person und Anzahlung legst du fest. Einen falsch genannten Preis willst du nicht vor 25 Gästen zurücknehmen müssen. Leg deshalb eine Zahl fest, ab der jede Anfrage bei dir landet, auch wenn dein Reservierungslink größere Tische zulassen würde.

Beschwerden

Schreibt ein Gast nach dem Besuch, das Essen sei kalt gewesen, kann die KI sich entschuldigen und die Nachricht an dich geben. Einen Gutschein, einen Rabatt oder ein Dessert aufs Haus bietet sie nie an. Was sie verspricht, musst du am Tisch einlösen, und ob die Beschwerde stimmt, weiß nur dein Team.

Sich als Mensch ausgeben

Ein Assistent darf nie so tun, als sei er jemand aus deinem Team. Seit dem 2. August 2026 gilt Art. 50 der EU-KI-Verordnung: Menschen müssen spätestens bei der ersten Interaktion erfahren, dass sie mit einem KI-System zu tun haben, außer das ist ohnehin offensichtlich (Wortlaut auf Deutsch). Die Pflicht aus Abs. 1 trifft den Anbieter des KI-Systems, bei einem fertigen Werkzeug also meist dessen Hersteller. Prüfe trotzdem, ob dein Werkzeug sich auf jedem Kanal als KI zu erkennen gibt, auch auf WhatsApp.

Alles in diesem Abschnitt ist allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Bei Allergenfragen zu deinem Betrieb hilft die Lebensmittelüberwachung vor Ort.

Einrichtung an einem Nachmittag

  1. Fakten sammeln. Öffnungszeiten pro Tag mit Küchenschluss, Ruhetage, Feiertage und Betriebsurlaub, dein Reservierungslink, Abholung oder Lieferung, Parken, Bus und Bahn, Stufen am Eingang, Zahlarten, Gutscheine.
  2. Die Karte als PDF mit markierbarem Text. Exportiere sie direkt aus dem Programm, in dem du sie gestaltest, etwa Word oder Canva, nicht als Scan. Der Test: Lässt sich im PDF ein Gericht mit der Maus markieren, kann eine KI es lesen. Arbeitest du mit Buchstaben oder Ziffern für Allergene, gehört die Legende ins selbe Dokument. Sonst weiß niemand, wofür „A, G“ steht.
  3. Eigene Antworten schreiben. Geh deinen WhatsApp-Verlauf der letzten 4 Wochen durch und schreib die 10 häufigsten Fragen mit deiner Antwort auf, in deinem Ton, mit du oder Sie wie bei deinen Gästen. Ergänze danach, was in der rechten Spalte der Tabelle oben steht und noch nirgends beantwortet ist: Feiertage, Gruppengröße, Barrierefreiheit, Hunde auf der Terrasse.
  4. Grenzen festlegen. Schreib auf, was immer an dich geht: Tischanfragen ohne Link, Bestellungen, starke Allergien, Gruppen ab einer Größe, die du festlegst, und Beschwerden. Die Vorlage im nächsten Abschnitt kannst du dafür direkt übernehmen.
  5. Testen wie ein schwieriger Gast. Stell 15 echte Fragen, darunter diese 4: „Habt ihr heute um 20 Uhr noch was frei?“, „Ist das Risotto für Zöliakie geeignet?“, „Ich nehme 2 Pizzen zum Abholen.“ und „Habt ihr am 2. Weihnachtstag offen?“ (wenn das nirgends steht). Bestanden hat der Assistent erst, wenn er keinen Tisch zusagt, die Zöliakie-Frage an den Service gibt, die Pizzen nicht annimmt und beim Feiertag zugibt, dass er es nicht weiß. Jede andere Antwort zeigt dir eine Lücke in deinen Inhalten oder Regeln.
  6. Kanäle verbinden und die Übergabe klären. Verbinde Website-Chat, WhatsApp und E-Mail. Prüf vorher, ob du deine WhatsApp-Nummer danach noch in der App auf dem Diensthandy nutzen kannst. Das hängt vom Werkzeug ab. Ohne Website teilst du einen Chatlink, etwa im Instagram-Profil. Versteht dein Werkzeug Sprachnachrichten, schick zum Schluss vom privaten Handy eine mit einer Frage zum Parken und prüf die Antwort. Leg fest, wer übergebene Gespräche bekommt und bis wann sie beantwortet werden.

Wechselt dein Mittagstisch jede Woche, denk daran, dass ein Assistent deine Website nur in Abständen neu liest, Deskwoot etwa alle 48 Stunden. Ein Gericht der Vorwoche kann dann bis zu rund 2 Tage nach dem Wechsel noch auftauchen. Lass den Assistenten deshalb auf die Seite mit dem Mittagstisch verweisen, statt einzelne Gerichte zu nennen, oder stoß das Neueinlesen nach dem Wechsel selbst an (in Deskwoot mit „Neu crawlen“ im Training Hub).

Regeln für deinen Assistenten zum Kopieren

Diese Regeln passen in das Feld für Anweisungen deines Werkzeugs. Was in eckigen Klammern steht, ersetzt du durch deine Angaben.

Du bist der KI-Assistent von [Name des Restaurants] und antwortest nur mit dem, was in unseren Inhalten steht.
1. Sag nie, dass ein Tisch frei oder reserviert ist. Schick den Reservierungslink: [Link]. Gibt es keinen, frag nach Datum, Uhrzeit, Personenzahl, Name und Telefonnummer und sag, dass die Reservierung erst mit unserer Bestätigung gilt.
2. Anfragen ab [10] Personen gibst du immer ans Team, auch wenn es einen Reservierungslink gibt. Frag vorher nach Datum, Personenzahl und Anlass. Nenn keine Preise für Menüs, Räume oder Anzahlungen, die nicht in unseren Inhalten stehen.
3. Nimm keine Bestellungen an. Bestellt wird über [Link oder Telefonnummer].
4. Allergene und Zutaten nennst du nur so, wie sie in unserer Karte stehen, immer mit dem Namen des Gerichts. Ob ein Gericht für eine Person mit Allergie oder Zöliakie sicher ist, beurteilst du nie. Das klärt der Service.
5. Steht etwas nicht in unseren Inhalten, etwa Feiertage oder Sonderwünsche, sag das offen und gib die Frage ans Team.
6. Bei Beschwerden entschuldigst du dich, bietest keine Gutscheine oder Rabatte an und gibst ans Team.
7. Sprich jeden Gast einzeln mit [du/Sie] an, auch wenn er uns mit „ihr“ anschreibt.
8. Gib dich als KI-Assistent zu erkennen, nie als Mensch aus dem Team.

Musterantworten für 5 typische Anfragen

Die Beispiele setzen voraus, dass die Fakten in deinen Inhalten stehen.

Gast: Habt ihr Samstag um 19 Uhr einen Tisch für 6?
Assistent: Ob Samstag um 19 Uhr noch ein Tisch für 6 frei ist, sehe ich leider nicht. Über unseren Reservierungslink siehst du alle freien Zeiten und bekommst die Bestätigung per E-Mail: [Link]

Gast: Habt ihr Samstag um 19 Uhr einen Tisch für 6? (Restaurant ohne Online-Reservierung, Website-Chat)
Assistent: Ich nehme deine Anfrage gern auf: Samstag, 19 Uhr, 6 Personen. Auf welchen Namen soll sie laufen, und unter welcher Nummer erreichen wir dich? Verbindlich ist die Reservierung erst, wenn wir sie dir bestätigen.

Gast: Ist das Risotto glutenfrei? Ich habe Zöliakie.
Assistent: Laut unserer Karte enthält das Risotto keine glutenhaltigen Zutaten. Ob es für Zöliakie geeignet ist, kann ich nicht beurteilen. Sag bitte beim Bestellen unserem Service Bescheid, die Küche beantwortet dir das direkt.

Gast: Wir sind 25 Leute und möchten im Dezember feiern.
Assistent: Gern. An welchem Tag im Dezember möchtest du feiern, und was ist der Anlass? Dann meldet sich unser Team mit einem Angebot.

Gast: Ich nehme 2 Margherita zum Abholen um 18 Uhr.
Assistent: Bestellungen kann ich im Chat leider nicht annehmen. Zum Abholen bestellst du über [Link] oder telefonisch unter [Nummer].

Sätze, die dein Assistent nie schreiben darf

NieStattdessen
„Ja, um 20 Uhr ist noch ein Tisch frei.“Den Reservierungslink schicken oder die Anfrage aufnehmen
„Deine Reservierung ist bestätigt.“„Verbindlich ist sie erst mit unserer Bestätigung.“
„Das kannst du als Allergiker bedenkenlos essen.“Wiedergeben, was auf der Karte steht, und an den Service verweisen
„Da sind garantiert keine Nüsse drin.“„Zu Spuren kann ich nichts sagen, frag bitte beim Bestellen.“
„Kein Problem, die Küche macht dir das glutenfrei.“„Ob die Küche das anpassen kann, klärt unser Team.“
„Das Menü kostet 45 Euro pro Person.“ (wenn das nirgends steht)Datum, Personenzahl und Anlass aufnehmen, das Angebot kommt vom Team
„Als Entschuldigung bekommst du beim nächsten Besuch ein Dessert aufs Haus.“„Das tut mir leid. Ich gebe es an unser Team weiter, es meldet sich bei dir.“
„Ich bin Lisa aus dem Service.“Sich als KI-Assistent des Restaurants zu erkennen geben
„Am Feiertag haben wir bestimmt offen.“„Dazu habe ich keine Angabe, ich frage das Team.“

Was Deskwoot davon heute abdeckt

Zurück zum Samstag, 19:40 Uhr. In Deskwoot landen WhatsApp, E-Mail, der Chat auf deiner Website, Telegram und 4 weitere Kanäle in einem Posteingang, und dort antwortet der KI-Assistent Fynn, während du servierst. Die Frage nach morgen Mittag beantwortet er aus den Öffnungszeiten auf deiner Website, die nach der Linsenbolognese aus deiner Karte. Für den Tisch für 6 schickt er deinen Reservierungslink, wenn der in deinen Inhalten steht, sofort und auch um Mitternacht. Ohne Link nimmt er Datum, Uhrzeit, Personenzahl, Name und Telefonnummer auf, gibt die Anfrage an dich weiter und sagt dem Gast, dass erst deine Bestätigung zählt.

Sein Wissen holt Fynn aus deiner Website (alle 48 Stunden neu eingelesen), aus Dokumenten wie deiner Speisekarte und aus Antworten, die du selbst schreibst. Einen Scan ganz ohne Textebene lehnt Deskwoot schon beim Hochladen mit einem Hinweis ab, also bevor ein Gast nach dem Risotto fragt (Anleitung zum Training Hub).

Richtest du Deskwoot als Restaurant ein, schreibt die Einrichtung die Regeln für Tische, Allergene, Öffnungszeiten, Feiern und die Anrede gleich in Fynns Anweisungen. Bei Feiern fragt er dann Datum, Personenzahl und Anlass ab, und Allergene nennt er nur so, wie sie in deiner Karte stehen. Mit deiner Kasse ist er nicht verbunden, eine Bestellung kann er also nirgends eintragen. Eine Gruppengrenze gehört nicht zu den Regeln: Ab Werk schickt Fynn den Reservierungslink auch bei größeren Tischen. Die Regeln 2, 3 und 6 aus der Vorlage oben ergänzt du in den Bot-Einstellungen selbst. Danach schreibst du Fynn die 4 schwierigen Fragen aus dem Nachmittagsplan, etwa im Chat auf deiner Website, und prüfst jede Antwort.

Sprachnachrichten auf WhatsApp und Telegram bis 10 Minuten wandelt Deskwoot in Text um, und Fynn beantwortet sie wie eine getippte Frage (so funktioniert das). Er antwortet in der Sprache des Gastes.

Weiß Fynn nicht weiter oder will der Gast einen Menschen, übergibt er mit einer kurzen Notiz: Anliegen, Stimmung, Vorschlag für den nächsten Schritt. Die kostenlose App für iPhone und Android meldet die Übergabe per Push, so siehst du die Anfrage für 25 Personen noch am selben Abend. Als KI erkennbar ist Fynn auf jedem Kanal, auf WhatsApp und Telegram etwa durch eine Zeile wie „Fynn, der KI-Assistent von Trattoria Beispiel“ über seiner ersten Antwort (Details). Deskwoot läuft mit seiner Datenbank in Rechenzentren in den Niederlanden, und den Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO schließt du direkt im Dashboard ab.

Was Fynn heute nicht kann: Anrufe annehmen (eine KI-Stimme fürs Telefon ist geplant) und Nachrichten auf Instagram oder im Facebook Messenger beantworten. Bis dahin hilft der Chatlink in deinem Instagram-Profil. WhatsApp läuft über die WhatsApp Business Platform, und dieselbe Nummer kannst du nicht gleichzeitig in der WhatsApp-Business-App auf dem Handy nutzen. Unterwegs antwortest du stattdessen in der Deskwoot-App.

Du kannst alles 7 Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte. Danach gibt es Fynn ab dem Plan Startup für 3,20 $ pro Agent und Monat bei jährlicher Zahlung (4 $ bei monatlicher), mit 50 KI-Gesprächen im Monat für den ganzen Workspace. Jedes weitere kostet 0,07 $ aus einem Prepaid-Guthaben. Ein Gespräch zählt dabei einmal im Monat, egal wie viele Nachrichten Fynn darin schreibt. Arbeiten 3 Leute im Posteingang, sind das bei jährlicher Zahlung 9,60 $ im Monat. Beantwortet Fynn 120 Gästegespräche im Monat, kommen 70 × 0,07 $ = 4,90 $ dazu, zusammen also 14,50 $. Das holt eine einzige Gruppe von 6 im Monat wieder rein, die sonst woanders gegessen hätte. Im kostenlosen Plan Hacker gibt es Fynn nicht.

Die WhatsApp-Gebühren rechnet Meta direkt mit dir ab, ohne Aufschlag von uns. Laut Meta sind seit dem 1. Oktober 2026 pro Nummer 1.000 Service-Nachrichten im Monat frei, also Antworten innerhalb von 24 Stunden nach der letzten Nachricht eines Gastes. Danach berechnet Meta jede weitere. Hinterleg deshalb bei Meta eine Zahlungsmethode, sonst stellt Meta nach den 1.000 freien Nachrichten keine weiteren Antworten mehr zu.

Womit du heute anfangen kannst

Nimm die 10 Fragen, die du in den letzten 4 Wochen am häufigsten getippt hast, und prüf, ob die Antworten auf deiner Website und in einer Karte mit markierbarem Text stehen. Was fehlt, schreibst du dazu. Das hilft mit jedem Werkzeug, und die Gäste, die nie schreiben, finden die Antwort dann selbst.

Danach such dir 2 Fragen von deiner Liste aus, am besten die nach einem Tisch für heute Abend, und stell sie der Live-Demo auf der Seite für Restaurants. Fynn spricht dort für das „Beispiel Bistro“, und du siehst, wo er selbst antwortet und wo er aufs Team verweist. Gefällt dir das, startest du auf derselben Seite den kostenlosen Test über 7 Tage mit deinem eigenen Lokal, ohne Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Die kurzen Antworten stehen hier. Für alles andere frag unten Fynn.

Was kann KI in der Gastronomie heute übernehmen?

Vor allem die geschriebenen Gästefragen: Öffnungszeiten, Speisekarte, vegane oder glutenfreie Gerichte, Anfahrt, Zahlung und den Weg zur Reservierung. Voraussetzung ist, dass die Antworten in deinen eigenen Inhalten stehen, also auf der Website, in einer Speisekarte mit markierbarem Text oder in Antworten, die du selbst schreibst. Tischzusagen, Bestellungen, Allergieberatung und Angebote für Feiern bleiben bei dir.

Darf ein Chatbot Fragen zu Allergenen beantworten?

Er kann wiedergeben, was in deiner Speisekarte steht. Die Allergeninformation ersetzt er nicht, die bleibt Pflicht des Betriebs: in Deutschland nach § 4 LMIDV, in Österreich nach der Allergeninformationsverordnung, in der Schweiz nach Art. 5 LIV. Ob ein Gericht für einen Gast mit starker Allergie sicher ist, klärt dein Service, die KI beurteilt das nie. Das ist eine allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Kann ein KI-Chatbot Tische im Restaurant reservieren?

Nur wenn er mit deinem Reservierungssystem verbunden ist und dort die freien Zeiten sieht. Ohne diese Anbindung sollte er deinen Reservierungslink schicken oder die Anfrage mit Datum, Uhrzeit, Personenzahl und Kontakt aufnehmen. Dazu gehört der klare Satz, dass erst deine Bestätigung zählt.

Muss ich Gästen sagen, dass eine KI antwortet?

Seit dem 2. August 2026 verlangt Art. 50 der EU-KI-Verordnung, dass Menschen erfahren, wenn sie mit einem KI-System interagieren, außer es ist offensichtlich. Die Pflicht trifft den Anbieter des KI-Systems, prüfe aber, ob dein Werkzeug sie auf jedem Kanal erfüllt. In Deskwoot ist Fynn auf jedem Kanal als KI erkennbar, auf WhatsApp und Telegram zum Beispiel durch eine Zeile über seiner ersten Antwort. Das ist eine allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Was kostet ein KI-Chatbot für ein Restaurant?

In Deskwoot gibt es den KI-Assistenten Fynn ab dem Plan Startup für 3,20 $ pro Agent und Monat bei jährlicher Zahlung, monatlich sind es 4 $. Darin sind 50 KI-Gespräche im Monat für den ganzen Workspace enthalten, jedes weitere kostet 0,07 $ aus einem Prepaid-Guthaben. Die WhatsApp-Gebühren rechnet Meta direkt mit dir ab. Du kannst 7 Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte.

Kann die KI auch Anrufe annehmen?

Für Anrufe gibt es eigene Anbieter von Telefon-KI. Fynn nimmt heute keine Anrufe an, eine KI-Stimme fürs Telefon ist geplant. Er beantwortet geschriebene Nachrichten, etwa im Website-Chat, per WhatsApp und per E-Mail, dazu Sprachnachrichten auf WhatsApp und Telegram.

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